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CINEMA 4D Release 11 Tutorial:
Aufbau der Objektstruktur und erste Schritte im Polygonmodeling

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Bevor Sie mit dem Modelling beginnen, erstellen Sie über das Menü Objekte zuerst je ein Polygon-, ein Null-, ein Symmetrie- und ein HyperNURBS-Objekt. Strukturieren Sie diese wie im Screenshot rechts (BILD1).

Änderungen an den Objektattributen sind nicht notwendig. Wozu benötigen Sie nun die vielen Objekte? Das Hypernurbs-Objekt unterteilt das Polygon-Objekt interaktiv und rundet es ab. Dadurch erhalten Sie runde organische Oberflächen. Das Symmetrieobjekt erspart Ihnen sehr viel Modelingaufwand. Bei symmetrischen Objekten modeln Sie nur eine Seite welche mit Hilfe des Symmetrie-Objektes automatisch auf der gegenüberliegenden Seite gespiegelt wird. Das Null-Objekt dient als Gruppierung für alle Teile, die Sie nach und nach für Ihre Objekt erstellen. Jedes dem Null-Objekt untergeordnete Teil wird automatisch über das Symmetrieobjekt gespiegelt. Das letzte Glied in der Objekt-Struktur-Kette ist das Polygon-Objekt (Stoßstange). Dieses noch leere Objekt wird später mit Polygonen und Punkten "gefüllt".

Nun fügen Sie dem Polygonobjekt noch ein Phong-Tag hinzu. Dazu rechter Mausklick auf dem Polygon-Objekt, dann im Menü CINEMA 4D Tags das Phong Tag auswählen. „Phong“ ist in CINEMA 4D eine eingebaute Funktion mit der Sie erreichen können, dass ein aus Drei- und Vierecken aufgebautes Objekt bei der Bildberechnung eine runde, glatte Oberfläche (Phong-Shading) bekommt. Aktivieren Sie in den Tag Attributen Winkelbeschränkung und unterbrochene Kanten auswerten. Mit dem Glättwinkel können Sie bestimmen, bis zum welchem Winkel zwischen zwei benachbarten Flächen noch gerundet werden soll. Belassen Sie den Glätt-Winkel in der Standardeinstellung bei 80°. Je nach Renderergebnis können Sie die Einstellung später entsprechend anpassen.

Starten Sie nun mit der Erstellung des Polygonobjektes. Selektieren Sie dazu Verschiebe-Funktion und Punkte bearbeiten.
Verschiebe-Funktion Punkte bearbeiten

Mittels gedrückter Strg-Taste und einem Mausklick im Editorfenster erzeugen Sie  einen neuen Polygonpunkt. Geben Sie als Koordinate der X-Achse 0 m ein. Dies ist äußerst wichtig, da die X-Koordinate 0 m die Mitte Ihre Symmetrie-Objektes darstellt. Ist die Koordinaten-Position Ihres Punktes auf der X-Achse ungleich null entstehen Löcher oder Überschneidungen.

BILD 1: Objektstruktur Aufbau und Elemente

BILD 2: Polygonpunkte hinzufügen und klonen

Alle weiteren Punkte werden nun mit dem Klonen Werkzeug erstellt. Dieses bietet Ihnen gegenüber dem Punkte hinzufügen Werkzeug den Vorteil neue Punkte genau entlang der Objektachsen der Ausgangspunkte zu erstellen. Wechseln Sie im Editor in die Vorderansicht und selektieren den soeben erstellten Polygonpunkt. Wählen Sie durch einen rechten Mausklick im Menü Klonen... aus. Achten Sie darauf, dass die Einstellungen analog BILD 2 eingestellt sind. Klicken Sie dann auf "Zuweisen".

Ihr Polygonpunkt hat sich nun verdoppelt. Der neue Punkt liegt genau auf dem Ausgangspunkt (roter Pfeil). Verschieben Sie diesen ein Stück entlang der Y-Achse nach unten. Selektieren Sie danach beide Polygonpunkte und klonen diese erneut. Die zwei neuen Punkte schieben Sie entlang der X-Achse ein Stück nach rechts. Aus diesen vier Punkten erstellen Sie nun eine Polygonfläche (BILD 3).

BILD 3: Polygonpunkte verbinden und Flächen erstellen

Dazu gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder das Polygone erzeugen - oder das Brücke- Werkzeug. Beides aktivieren sie jeweils mit einem rechten Mausklick im Editor.

Mit dem Polygone erzeugen -Werkzeug selektieren sie reih um Ihre vier Polygonpunkte. Die bereits selektierten Polygone werden rot eingefärbt dargestellt. Wir haben zur Veranschaulichung die Punkte in BILD 3 mit Nummern versehen. Starten Sie mit Punkt Nr. 1, klicken dann der Reihe nach die Nummern 2, 3 und 4 an und enden mit einem erneuten Klick auf Nr. 1. Wenn Sie die Maus etwas länger gedrückt halten sehen Sie weisse Hilfslinien, die die einzelnen Punkte verbinden. Die 4 Punkte schliessen sich mit dem Klick auf den letzten Punkt automatisch zu einer Polygonfläche.

Das Brücke-Werkzeug ist eine prima Alternative zum Polygon erzeugen -Werkzeug. Klicken Sie Punkt Nr. 1 an und ziehen dann die Hilfslinie mit gedrückter Maustaste auf Punkt Nr. 2. Nach dem Loslassen der Maustaste werden die beiden Punkte rot eingefärbt. Im nächsten Step klicken Sie Nr. 4 an und verbinden diesen wiederum mit gedrückter Maustaste mit Punkt Nr. 3. Damit ist bereits die neue Polygonfläche erstellt. Achten Sie darauf beim Brücke-Werkzeug die Punkte immer in die gleiche Richtung zu verbinden. Andernfalls erhalten Sie gekreuzte Polygonflächen. Sollten Sie sich doch einmal verklickt haben, können sie das Brücke-Werkzeug durch Drücken der Taste "Esc" zurücksetzen.

Die neu erzeugte Polygonfläche wird nun durch das Symmetrie-Objekt über die Y-Achse gespiegelt (BILD 3 rechts unten).

Versuchen Sie nach Möglichkeit immer 4 Punkte zu einer Fläche zu verbinden, denn Dreierpolygone erzeugen beim Rendern sehr oft unschöne Dellen oder Beulen in glatten Oberflächen. Desweiteren empfehlen wir Ihnen beim Aufbau von grossen Flächen nicht zu viele eng gesetzte Polygonpunkte zu erzeugen. Hier heißt die Devise: Weniger Punkte gleich besserer Workflow. Je weniger Punkte Sie benötigen, desto weniger müssen Sie im weiteren Modelingverlauf klonen und verbinden. Anhand der Renderergebnisse können Sie jederzeit prüfen ob eine weitere Unterteilung des Polygonnetzes erforderlich ist und im nachhinein noch ggf. mit dem Messer weitere Unterteilungen schneiden. Bei engen Rundungen oder Kanten ist beispielsweise eine höhere Unterteilung notwendig, als bei großen planen Flächen.

 

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